Tageslosung zum 12.09.2012

Und mal wieder Psalmverse:

Die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit bei denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten (Ps. 103, 17-18)

Wenn ich die Worte „Gnade“ und „Recht“ in einem Satz lese, denke ich schnell an den Satz „Gnade vor Recht ergehen lassen“. Gnade ist das, was nach menschlichen Maßstäben schwierig mit Recht zusammenzubringen ist. Entweder Gnade oder Recht. Bei Gott aber findet beides zusammen. Er ist der, bei dem Gnade und Recht sich nicht gegenseitig aus-schließen, sondern der beides denen zukommen lässt, die seine Göttlichkeit anerkennen.

Ich musste dabei an diese Geschichte denken:

1 Denn das Himmelreich gleicht einem Hausherrn, der früh am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen 2 Und als er mit den Arbeitern einig wurde über einen Silbergroschen als Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg 3 Und er ging aus um die dritte Stunde und sah andere müßig auf dem Markt stehe 4 und sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist 5 Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe 6 Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere und sprach zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag müßig da 7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt. Er sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg 8 Als es nun Abend wurde, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und fang an bei den letzten bis zu den ersten 9 Da kamen, die um die elfte Stunde eingestellt waren, und jeder empfing seinen Silbergroschen 10 Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und auch sie empfingen ein jeder seinen Silbergroschen 11 Und als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausherr 12 und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, doch du hast sie uns gleichgestellt, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben 13 Er antwortete aber und sagte zu einem von ihnen: Mein Freund, ich tu dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir einig geworden über einen Silbergroschen 14 Nimm, was dein ist, und geh! Ich will aber diesem Letzten dasselbe geben wie dir 15 Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem, was mein ist? Siehst du scheel drein, weil ich so gütig bin?(<a href=“/text/LUT/R%C3%B6mer9%2C16″ target=“_blank“>Röm 9,16</a>)
16 So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.1 (Matt. 20, 1-16
Gott verteilt seine Gnade großzügig auch an die, denen wir sie nicht zugestehen würden. Wann war ich das letzte Mal großzügig zu jemandem, bei dem es mir schwer fiel? Bei wem könnte ich versuchen, großzügig zu sein, obwohl es mir schwer fällt?
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