Tageslosung zum 11.09.2012

Heute ein Psalmvers, der das Wissen Gottes vor Augen führt:

Siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest (Ps 139, 4)

Vor Gott bleibt kein Wort verborgen. Er kennt die kleinen Gemeinheiten, die einem so im Laufe des Tages entfahren – z.B. wenn man sich über den Fahrstil des Autofahrers vor einem aufregt oder ähnliches. Vor Menschen verborgen, sind sie für ihn offenbar. Doch er kennt auch die guten Worte, die uns auf der Zunge liegen, die wir aber dann nicht aussprechen, warum auch immer. Vor Menschen verborgen, sind sie für ihn offenbar.

Augustinus schreibt:

Es gibt eine Stimme des Herzens, und es gibt eine Sprache des Herzens. Mit dieser Stimme beten wir in unserem Inneren auch dann, wenn unsere Lippen geschlossen sind und nur unser Herz vor Gott offen liegt. Dann werden wir still, und unser Herz ruft; nicht um von Menschen gehört zu werden, sondern von Gott. Sei also gewiss: Gott hört dich. (Auslegung der Psalmen, CXXV, 8, Corpus Christianorum. Series Latina 40, S. 1851)

Welche Worte von gestern tun mir heute leid? Welche davon möchte ich heute mal aussprechen? Wann habe ich zuletzt mal ganz bewusst mit meinem Herz zu Gott gesprochen?

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3 Antworten zu Tageslosung zum 11.09.2012

  1. Tobi schreibt:

    Predigen Sie auch öffentlich – quasi live? Wann und wo ist die nächste Veranstaltung?

  2. bonifatz schreibt:

    Ne, leider noch nicht. Aber hoffentlich bald😉 Ach ja, zu Ihrer Frage: Nein, ich bin nicht Vater geworden, sondern habe mit Freunden Geburtstag gefeiert.

  3. Hoepfelchen schreibt:

    Ich finde die heutige Tageslosung sehr schön und besonders die Anregung mal drüber nachzudenken, was wir so sagen und was wir auch so meinen oder wo wir Dinge nicht gesagt haben, die vielleicht doch wichtig gewesen wären.
    Auf der einen Seite ist es sehr beruhigend zu wissen, dass Gott uns so gut kennt und weiß, wie wir es wirklich meinen und die Sprache unseres Herzens kennt. Auf der anderen Seite ist es auch wirklich beängstigend, da er somit auch alle Abgründe und schlechten Gedanke kennt, für die man sich vielleicht schämt. Aber besonders in den Situationen, in denen ich nicht beten kann, nicht die Worte finden kann um sie auszusprechen, weiss ich, dass er auch in meinem Schweigen, meinem stummen Gebet, weiss, was ich meine und was ich ihm sagen will. Das ist sehr tröstlich für mich und ist eine wichtige Bindung für mich zu Gott wenn ich mal nicht die richtigen Worte finde.

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