Gestorben für uns am Kreuz

Über manche Dinge muß man sich immer mal wieder klar werden. Ein Dauerbrenner ist der Tod Jesu am Kreuz. Irgendwie ist schon klar, also ich sprech jetzt von einem dem Glauben zugewandten Menschen😉, daß Jesus für uns am Krez starb. Aber wie genau paßt das nochmal zusammen?

Es starb für unsere Sünde, heißt es, aber da kommt gleich die Rückfrage: Hat Gott es nötig, seinen Sohn zu töten, um die Sünde aus der Welt zu schaffen, kann Er uns nicht so vergeben?

Naja, mag man denken: Jesus ist ja der Sohn, also eine der drei Personen Gottes (auch ein nettes Thema für nen Blogpost), Gott opfert also nicht jemand anderes, sondern sich selbst.

Gut, weniger schlimm wenn Er nicht andere hinrichten läßt, aber wozu überhaupt die ganze Aktion? Wozu muß überhaupt jemand sterben, damit Gott und Mensch „wieder gut miteinander“ sein können? Hätte Er das nicht anders einrichten können?

Und in dem Moment fällt mir die Höllenfahrt Christi ein. Gut, es ist eine umstrittene Tradition, aber die Idee dahinter erklärt ganz gut, was mich am Kreuz so stört.

Wieso ist Christus eigentlich wieder auferstanden? Wieso ist Er nicht liegen geblieben, wie es doch sein müßte, wenn Er wirklich nur ein Lösegeld war, wenn Er starb damit wir nicht sterben müssen, also grad ein „Gefangenenaustausch“ stattfand? Wäre dieses Austauschspiel schlüssig, wäre Christus an Ostern liegen geblieben, damit wir nicht doch noch verdammt werden müssen. Tat Er aber nicht. Naja, zumindest nicht für diejenigen, die glauben.

Was war das mit dieser Höllenfahrt? Die Idee kurz umrissen:

Der Teufel will schon immer Gott besiegen, ist hinter Seinem Job her, möchte Ihn wegschaffen, damit er selbst nun die Welt beherrschen kann. Er hat in der Welt viel Macht, und beherrscht auch die Unterwelt, wo die Toten hinkommen.

Nun kommt Gott in der Person Jesus daher, geht über die Erde und der Teufel reibt sich die Hände: Schafft er es, Ihn zu töten, hat er Ihn besiegt. Und so kommt es dann auch. Das Böse nimmt seinen Lauf, Jesus kommt ans Kreuz und stirbt. Nun kommt der Moment für den Teufel, die Macht anzutreten, da er Gott zu sich in die Unterwelt, die Hölle geholt hat.

Da gibt es nur ein Problem: Der tote Gott ist stärker als der Teufel! Und wo Gott ist, kann keine Hölle sein. Der Teufel hat nen ähnlichen Fehler wie die Trojaner begangen: Er hat sich den Gegner ins eigene Haus geholt. Damit ist seine Macht gebrochen, denn er hat Gott auch in seinem eigenen Bereich nichts entgegen zu setzen. Wie heißt es in dem Kirchenlied so schön: „Denn unser Heiland hat triumphiert, all seine Feind, gefangen er führt“. Die Feinde sind die Teufel und Dämonen. Ich hab mich gewundert, daß das Lied erst von 1969 ist, ich dachte es wäre viel älter.

Als die Hölle nun gestürmt und die Gefangenen befreit sind, kann Er ja auch wieder auferstehen. Er ist ja kein Pfand, keine Geisel an unserer Statt. Er hat den Tod auf sich genommen, um uns zu retten, vor Tod und Teufel.

Deshalb ist Ostern so ein großes Fest, es wird ein Sieg gefeiert, die Mutter aller Siege könnte man vielleicht sagen. Was ist da schon Weihnachten dagegen?

Mir tut es gut, wenn ich sowas hin und wieder mal durchdenke, und dann auf so befreiende und elektrisierende Antworten stoße. Und da das hier eh keiner liest, kann ich mir auch klarwerden, indem ich hier schreib…

Gottes Segen

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Gestorben für uns am Kreuz

  1. Pingback: Es ist Passionszeit | Ein feste Burg ist unser Gott

  2. interplanetar schreibt:

    Keine Ahnung von empirischer Natur-, Geschichts-, Rechtswissenschaft, aber Klarheit. mit parteiischer Glaubenswissenschaft., ohne Urkundensiegel, ohne digitale Aufnahmen, ohne greifbare Person, ohne richterliche Untersuchung.
    Wer nichts wirt wird Wirt oder Glaubensheld ?
    Tip, greif mal öfter zu einem Lexikon, zum BGB., bring Leistung im Handwerk, wenn du wissenschaftlich nicht kannst. Dann brauchst du deine Glaubensbeweihräuscherung nicht mehr.

  3. PeterOinDO schreibt:

    Die Story sollte man am besten im Kasperletheater aufführen. Oder halt, ist für Kinder zu grausam. Kasperletheater für die Großen, soweit sie dumm genug dafür sind.

  4. Bundesbedenkentaeger schreibt:

    Ich bin ja eher der Meinung, daß dumm derjenige ist, der nach dem Motto „es kann nicht sein weil’s nicht sein darf“ alles als Kasperletheater bezeichnet, was in seinem verbohrten Weltbild keinen Platz hat. Oder kannst Du irgendwelche Argumente anführen, wieso man für die Geschichte dumm sein müßte?

  5. interplanetar schreibt:

    Bundesbedenkenträger,
    eine Meinung kannst du zu Natur-, Geschichts-, Rechtswissenschaft haben. Zu Geschehen
    welches ein anderer 100 % nicht objektiv gesehen, als Geschehenszeuge gehört, autobiographisch ergriffen, empirisch geprüft hat, kannst du interpretieren: „Kasperletheather, Gehirnschalz, Schildbürgertum“ etc., weil es Hirnkino auf Basis Dressur im Kultus ist.

    Geschichtswissenschaft:
    Römer kreuzigten nicht am Kreuz. Welt = Kosmos seit 18 Jh.

    Geheimniskrämerische Wichtigtuerei mit Mythen, Fabeln, Sagen, letztlich Kalenderei, die hinten und vorne nicht stimmt, erfüllen kein Informationsfreiheitsgesetz.
    Schildbürger mit hohler Hand, Hungerhirn, Kaiserreich Utopia, deren Lüfter eine Person Gott sein soll, mit dem sie Alphabete tönern und Worte säen wollen, passen im Kuckucksnest. In der Landesklinik sitzen schon genug mit Kastrationsversuche, weil man das Glied was stört besser herausreißen soll, wie in die Hölle (Göttin Hel) Teufe (Bergwerk) zu kommen.
    Teufel und Dämonen, Kobolde, Feen, Engel und weiß der Kuckuck aus dem Kaffesatz und Glaskugel, sind gemessen am Hoheitsrecht, BGB, MRK. in EU, DE. Blödsinn.
    Ein Nutzervertrag mit Webspace und Template über Profider (Counter, Betreiber, bedeutet nicht Kultus(straf)recht. Informationsfreiheitsgesetz ist anderes wie Werbung mit anonymen Pseudographen § 66 UrhG., Beweislast, Beweispflicht erfüllen virtuelle Schildbürger,voll Spiritus, nicht.
    Werbung ist im Öffentlichen keine Dienstleistung. Diese entsteht erst, wenn der einzelne einen Vertrag mit dir auf „Treu und Glaube“ hat. Ritus ist kein Vertragsrecht, mit Verbraucher-, Versicherungs-, Rechtsschutz. Es gibt im öffentlichen Recht BGB,MRK,auch keinerlei Recht auf Ehrschutz für parteiische Glaubenswissenschaft, die nicht glaubhaft ist.
    Das Recht gilt dir, als Mensch, in Not,Notstand. Beischlaf muss nicht jeder mit dir haben.
    Das Grundgesetz ist davon abgesehen ein Gegenentwurf zu der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft.(BVerfGE 124, 300 [327f.]) Vgl. § 20 GG
    Kath. Hitler hat auch an Schöpfer, Heiland großen Mann Luther geglaubt, der die Welt, laut aktueller Propaganda EKD für immer veränderte. Damals waren 98 % getaufte Christen in Deutschland Widersprechen kannte die Masse nicht. Kadavergehorsam und Angst war Sache.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s