Netzfunde vom Donnerstag, den 28. Februar 2013

Peter hat in der WA nen Lutherspruch ausgegraben, der ganz gut passt als Absage an allen Biblizismus. Nicht an den Buchstaben halten, sondern an den Geist!

Bei Get Religion geht es um die Frage, wieso der Papst immer so alt ist und um Reporter, die offensichtlich kaum Ahnung von Kirche haben und trotzdem alles schreiben können, was sie für richtig halten. Man stelle sich vor ein Journalist würde behaupten, das Bundespräsidentenamt würde ausgependelt. Lächerlich? Schon, aber was ist es dann, wenn einer schreibt, Katholiken würden an die Göttlichkeit des Papstes glauben? So, und bevor ich jetzt zum Rant über den Spiegel und die Glaubens- und Kirchenthemen darin ansetze, wechsle ich lieber das Thema.

Ein schöneres Thema findet sich bei Bigi, die davon schreibt, wie Gott ihr in ihrem Leben geholfen hat.

Um Hausverwaltungen, Camus und Nietzsche geht es bei “Die Wahrheit über die Wahrheit”.

Bei “Experimental Theology” geht es um Martyns Kommentar zum Galaterbrief, wenn ich es richtig sehe gehört der zur Reihe Anchor Bible Commentary. Interessant ist, daß Martyn wohl den Fokus auf den Befreiungsaspekt des Kreuszesgeschehens lenkt, also weniger Gerechtigkeit durch Glauben, mehr Christus Victor. Hört sich jedenfalls interessant an.

Und ebenfalls bei “Experimental Theology” gibt es ein Gebet des Ordens von Mutter Theresa.

Bei Lana geht es um den Feminismus, und während ich ihr in all ihren Punkten zustimmen kann, würde ich da weniger den Begriff des Feminismus gebrauchen. Denn Feminismus bedeutet für mich, daß ich als Mann Aggressor bin. Feminismus bedeutet für mich, daß ich IMMER Täter bin und die Frau IMMER Opfer. Feminismus bedeutet für mich, daß eine Alice Schwarzer die Wahl von Merkel gutheißt, aus dem einfachen Grund, daß Merkel keinen Penis hat. Solch ein Feminismus sricht mich nicht an und kann mich nicht ansprechen. Das ist jedoch das, was ich bisher am Meisten mit “Feminismus” in Verbindung gebracht habe. Das, was Lana beschreibt, ist Gleichberechtigung oder Chancengleichheit, Gerechtigkeit. Und ich bin wie gesagt voll auf ihrer Seite. Aber den Begriff “Feminismus” lehne ich ab. Da kann ich nicht mitgehen.

Bei Ameleo geht es um die Pfarrei-Initiative und einen fiktiven Antwortbrief. Ich fände so einen Brief auch erfrischend, nicht nur von katholischen Bischöfen. Sowas könnte durchaus auch als Ansatzpunkt gelten zur Stärkung des Priestertums der Gläubigen (wobei da dann die Katholiken wohl nicht mehr mitspielen können).

Bei “Fire and Rain” kann man erfahren, daß es durchaus Stadtteile in Deutschland gibt, die Farbkonzepte für Neubaugebiete erarbeiten, aber keine Konzepte zur Kinderbetreuung.

Und Eric Djebe hat innerhalb seines Basisdiskurses Religion ne Reihe zu Wundern gestartet. Besonders den zweiten Teil finde ich interessant, in dem es darum geht, daß wir nicht mehr auf dem Stand der Wissenschaft sind, wenn wir davon ausgehen, daß die Welt wie ein großes Uhrwerk ist, das wir nur noch verstehen lernen müssen. Wahnsinnig spannend, und hoffentlich kommt da noch mehr, denn Erkenntnistheorie ist ein Gebiet, auf dem ich mich nicht sonderlich auskenne, das ich aber recht spannend finde, auch in Hinblick darauf, wie intellektuell redlich Glaube ist beziehungsweise nicht ist. Das mit der intellektuellen Redlichkeit ist ja ein gängiger Vorwurf atheistischer Missionare, bei dem ich schon länger vermute, daß die da nicht ganz richtig liegen, aber mir fehlt halt die Kenntnis, um den Finger in die Wunde zu legen.

Bei Joshua Tongol gibt es ein etwas längeres Video zur Frage wieso Jesus sterben mußte, Gottes Zorn und den Römerbrief. Und auch hier läuft es auf Christus Victor hinaus. Es feut mich, daß diese Kreuzesinterpretation scheinbar immer mehr um sich greift, denn ich halte sie einfach für richtiger als die Satisfaktionslehre. Das Video ist wie gesagt etwas länger und streift mehrere Themen, insgesamt aber durchaus wert sich anzusehen, falls man des Englischen mächtig ist:

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Netzfunde vom Donnerstag, den 28. Februar 2013

  1. Christina schreibt:

    Und auch hier läuft es auf Christus Victor hinaus. Es feut mich, daß diese Kreuzesinterpretation scheinbar immer mehr um sich greift, denn ich halte sie einfach für richtiger als die Satisfaktionslehre.

    “Es gibt nichts Neues in der Theologie, außer dem, was falsch ist. Wenn du etwas Neues predigst, ist es nicht wahr. Wenn du etwas Wahres predigst, ist es nicht neu.”
    (Charles Haddon Spurgeon, britischer Baptistenpastor und Prediger, 1834 – 1892) ;)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s